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Auswahl der geeigneten PVC-Kabel unter Berücksichtigung des BauPG

Im Baubereich bedeutet die Wahl des richtigen Kabels die Aspekte technische Leistungsfähigkeit, Brandschutz, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit möglichst effizient miteinander zu kombinieren.

Die Planung und Gestaltung eines Gebäudes hat im Brandfall eine Schlüsselfunktion. Brandschutz- und Präventionsmaßnahmen müssen eine sichere Evakuierung von Personen ermöglichen, dies wird durch geeignete Kenntnisse über die Leistungsfähigkeit von Baumaterialien unterstützt. Die Brandschutzplanung ist ein komplexes Thema, das eine Reihe von Aspekten berücksichtigt.

„Unsere Broschüre richtet sich an Fachleute aus dem Baugewerbe sowie Installateure und stellt relevante Informationen zur Verfügung, um die geeigneten PVC-Kabel unter voller Berücksichtigung des Bauproduktengesetzes (BauPG) und der damit verbundenen Normen nach Kosteneffizienz und Brandschutz auszuwählen“, so Dr. Zdenek Hruska, Projektmanager bei PVC4Cables.

Kabel sind derzeit der größte Anwendungsbereich für Weich-PVC in Europa. Das sind rund sieben Prozent der gesamten PVC-Produktion und machen rund 46 Prozent des europäischen Kabelmarktes aus. Der Grund dafür sind Vorteile in Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis, die Nachhaltigkeit sowie die Recyclingfähigkeit. PVC-Kabel überzeugen Entscheider und Verbraucher sowohl in technischer als auch in funktioneller und sicherheitsrelevanter Hinsicht.

In der Baubranche, angefangen vom privaten Wohnungsbau bis hin zu öffentlichen Bauprojekten, werden PVC-Kabel seit vielen Jahren insbesondere wegen ihrer brandhemmenden Eigenschaften verwendet, da sie weder das Entstehen noch die Ausbreitung eines Brandes unterstützen.

In Europa legt das Bauproduktengesetz die harmonisierten technischen Bedingungen für den freien Verkehr von Produkten innerhalb der Europäischen Union fest und gibt eine Reihe grundlegender Anforderungen vor, dazu gehört auch die Reaktionsfähigkeit von Produkten im Falle eines Brandausbruchs.

Die europäische Norm EN 13501-6 klassifiziert elektrische Kabel in sieben Brandklassen von A bis F, gekennzeichnet durch den Index „ca“ (Kabel), entsprechend ihrer Wärmeabgabe und Flammenausbreitung. Diese Angabe wird durch zusätzliche Informationen ergänzt, die die Leistung in Bezug auf Rauchentwicklung (s), Abtropfen (d) und Säurewert der Brandgase (a) definieren.

Jeder Mitgliedstaat verweist in seinen eigenen Verordnungen zur Brandsicherheit von Gebäuden und Anlagen auf dieses Klassifizierungssystem. Natürlich kann sich die Verwendung einer bestimmten Kabelkategorie je nach Endanwendung ändern, für die jeder Mitgliedstaat unabhängig voneinander Klassenanforderungen in Bezug auf die Primärklassen (A bis F) und die zusätzliche Klassifizierung (s, d und a) vorschreibt.

„Die PVC-Wertschöpfungskette beschäftigt sich ständig mit der Erforschung und Entwicklung neuer Rezepturen und hat sich zum Ziel gesetzt, den Markt weiterhin mit hochwertigen und leistungsstarken Produkten zu versorgen. Dank jüngster Entwicklungen ist es bereits heute möglich, PVC-Kabel nach der Euroklasse B-s1-d0 herzustellen“, so Carlo Ciotti, Sprecher von PVC4Cables. „Derzeit werden neue Rezepturen für PVC-Kabel entwickelt, um den Brandschutz noch weiter zu verbessern. Insofern stellen beispielsweise die Nanotechnologie eine interessante Perspektive für die Entwicklung und den Einsatz effizienter funktioneller Additive in Polymer dar“.

Die PVC-Kabelindustrie setzt sich für maximale Sicherheit und den Schutz der Umwelt sowie der Gesundheit von Anwendern und Verbrauchern ein, dabei ist die Recyclingfähigkeit ein grundlegender Aspekt des Umweltschutzes. PVC-Kabel sind recycelbar und werden auch erfolgreich recycelt. Im Jahr 2018 wurden im Rahmen von VinylPlus® mehr als 151.000 Tonnen PVC-Kabelabfälle recycelt, was 20 Prozent der gesamten recycelten PVC-Menge entspricht und mehr als 300.000 Tonnen CO2-Emissionen einspart.

 

Vorteile von PVC-Kabeln im Brandfall

  • PVC ist schwer entflammbar und unterstützt den Brand nicht.
  • PVC ist selbstverlöschend.
  • PVC trägt nicht zur Flammenausbreitung bei.
  • PVC erzeugt keine Funken und tropft nicht ab.
  • PVC strahlt nur eine minimale Wärmemenge ab.
  • PVC würde in einer echten Brandsituation sehr wenig Rauch entwickeln.
  • Das Volumen von PVC vergrößert sich Verbrennung auf bis zu 800 Prozent (wie Baiser), dabei verkohlt die Außenschicht und leistet so einen wesentlichen Beitrag zur Verlangsamung der Brandausbreitung.
  • Der bei der PVC-Verbrennung freigesetzte Rauch ist nicht giftiger als der von anderen Materialien auf Kohlenstoffbasis, einschließlich natürlicher Materialien wie Holz.
  • Der im Rauch enthaltene Chlorwasserstoff ist reizend und gibt ein unmittelbares Signal bei der Entwicklung des Feuers und wirkt so als Fluchtalarm.

Laden Sie die Broschüre zum Brandschutz auf PVC4Cables herunter. Derzeit ist sie nur auf Englisch und Spanisch erhältlich. Die deutsche Fassung wird in Kürze erhältlich sein.

Europäische PVC-Kabelbranche setzt auf Innovation und Nachhaltigkeit

Lyon, den 27. Oktober 2017. PVC4Cables hat in Lyon, Frankreich, die erste gleichnamige Konferenz zum Thema „Sustainability, Innovation, Market: The new horizons of the PVC cables industry“ veranstaltet, an der mehr als 120 Delegierte aus ganz Europa teilnahmen. Im Fokus der Konferenz standen die bedeutenden Fortschritte der PVC-Kabelbranche in Bezug auf Nachhaltigkeit und Innovation, insbesondere durch die Entwicklung neuer Rezepturen. Daneben fand eine sachliche Debatte über die Auswirkungen der europäischen Gesetzgebung auf den Markt, insbesondere durch die Bauproduktenverordnung und die RoHS-Richtlinie statt.

„Die große Beteiligung aus der europäischen Wertschöpfungskette an dieser ersten PVC4Cables-Konferenz ist ein sehr positives Signal“, begrüßte Carlo Ciotti, Sprecher von PVC4Cables, die Teilnehmer. „Es zeigt, dass die gesamte Industrie entschlossen ist, diesen wichtigen Anwendungsbereich zu unterstützen und ihr Wissen und ihre Erfahrungen auszutauschen.“

Cristina de Santos von AMI Consulting eröffnete die Konferenz mit einem ausführlichen Bericht über den PVC-Kabelmarkt und dessen Entwicklung. Kabel und Leitungen stellen heute den größten Anwendungsbereich für Weich-PVC in Europa dar. Rund sieben Prozent des hergestellten PVC fließen in Kabel und machen 46 Prozent des gesamten Kabelmarktes in Europa aus.

Roland Dewitt, ACCIPIS, referierte über die Bauproduktenverordnung, Euroklassen und Kriterien sowie Testmethoden und CE-Kennzeichnung. Diese Themen boten auch eine gute Grundlage für die weitere Diskussion, unter anderem zur Umsetzung der Bauproduktenverordnung in den verschiedenen europäischen Ländern. Experten aus Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien betonten, dass die Umsetzung eine Herausforderung für den europäischen Kabelmarkt darstellt. Arjen Sevenster, Senior Manager bei ECVM, gab den Teilnehmern einen aktuellen Überblick zur RoHS-Richtlinie und zu BEMP (Best Environmental Management Practice).

Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit wurden in den vergangenen Jahrzehnten dank der freiwilligen Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Branche bedeutende Fortschritte erzielt. Dazu gehört die schrittweise Verringerung des Energie- und Ressourcenverbrauchs und damit die Verringerung der Treibhausgasemissionen, die Entwicklung einer neuen Generation von PVC-Rezepturen sowie die Entwicklung von Sammel- und Verwertungssystemen.

Kabel sind derzeit eine der wichtigsten Quellen für PVC-Recycling-Material. So wurden 2016 im Rahmen von VinylPlus (www.vinylplus.eu) von insgesamt 568.696 Tonnen mehr als 127.000 Tonnen PVC-Kabel recycelt. Neue Technologien wie beispielsweise VinyLoop wurden entwickelt, um hochwertiges Recyclat zu erhalten. Francesco Tarantino, General Manager von VinyLoop, erläuterte in seinem Vortrag das Verfahren und beendete damit den ersten Teil des Konferenzprogramms.

Die etablierte PVC-Kabelindustrie präsentierte sich als eine Branche, die durchaus in der Lage ist, große Herausforderungen und Ziele im Hinblick auf Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und neue Entwicklungen anzunehmen. Innovationen in allen Bereichen, insbesondere bei der Polymerisation, bei Additiven, bei der Compoundierung, Verarbeitung und bei den Endverbrauchern sowie beim Recycling sind der Motor der PVC-Industrie. Es wird geschätzt, dass jährlich weltweit mehr als 12.000 Patente erteilt werden, die einen Bezug zu PVC haben, hob Daniel Martinz, Technical Marketing und Development Manager Specialty Vinyls bei INOVYN, hervor. Er stellte in seiner Präsentation neue Rezepturen und Entwicklungen vor, um die Leistungsfähigkeit von PVC weiter zu steigern. Er fügte hinzu: „Innovationen sind essenziell für die PVC-Branche und ein Schlüssel zur Langlebigkeit“.

Professor Enrico Boccaleri, Forscher an der Università del Piemonte Orientale (Italien), erläuterte, wie die Verwendung von Nanotechnologien im PVC-Kabelsektor zu Verbesserungen der thermischen Stabilität und so zur Verringerung des Abbaus unter HCl-Emissionen führen könnte. Gianluca Sarti vom PVC Forum Italia (Compounds for Cables Group) stellte konkrete Beispiele vor, wie die Forschung und Entwicklung von neuen Rezepturen das Brandverhalten von PVC-Kabeln verbessern können.

Die Nachmittagsveranstaltungen zum Thema „Innovation: Lösungen und Möglichkeiten“ wurden durch einen Überblick neuester Entwicklungen bei PVC-Additiven mit Vorträgen von Matthias Pfeiffer, European Plasticisers; Alain Cavallero, ESPA (European Stabiliser Producers Association); und Philippe Salémis, pinfa (The Phosphorous, Inorganic and Nitrogen Flame Retardants Association) ergänzt.

„Diese Vorträge und Diskussionen haben gezeigt, wie Forschung und Entwicklung wichtige Weiterentwicklungen in einem Anwendungsgebiet wie PVC-Kabel, die als ausgereift gelten, bringen können“, so Zdenek Hruska, Projektmanager für PVC4Cables. „Wir hoffen, dass eine Veranstaltung wie diese zur besseren Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Unternehmen der Wertschöpfungskette von PVC-Kabeln beiträgt und so zu weiteren Fortschritten bei Innovationen und der Nachhaltigkeit führt.

PVC4Cables: The European PVC Cables Sector Plugs Into Innovation And Sustainability

PVC4Cables hosted last week its first conference ‘Sustainability, Innovation, Market: The new horizons of the PVC cables industry’ in Lyon, France, attracting more than 120 delegates from all over Europe. Focus of the Conference was the significant progress made by the PVC cables industry in terms of sustainability and innovation, particularly thanks to the development of new formulations; and a factual debate on the impact of the European regulation on the market, notably in relation to CPR (Construction Products Regulation) and RoHS Directive.

For the full press release, please look to the PVC4Cables website: http://www.pvc4cables.org/en/media-en/news/item/92-prconf

PVC4cables Konferenz zu den aktuellen Trends der PVC-Kabelbranche

PVC4cables richtet seine erste Konferenz am 26. Oktober 2017 in Lyon, Frankreich, aus. Bei der eintägigen Experten-Tagung werden aktuelle Themen wie die Bauproduktenverordnung und umweltgerechte Innovationen diskutiert.

Auf der Agenda stehen die Themenfelder Umweltverhalten, Gesetzgebung und Recycling, die von international anerkannten Experten in den Fokus gerückt werden und die jeweilige Situation auf den europäischen Kabelmärkten beleuchten. Unter dem Titel „Sustainability, Innovation, Market: The New Horizons of the PVC Cables Industry” geht es auch um Lösungsansätze für die Verwendung von Stabilisatoren, Weichmacher und Flammschutzmittel.

Organisiert wird die englischsprachige Konferenz von der neu geschaffenen Plattform PVC4cables im Verband der europäischen PVC-Hersteller (ECVM). Die Veranstaltung richtet sich an alle Stakeholder entlang der Wertschöpfungskette von PVC-Kabeln – von den Rohstoffherstellern über Compoundeure und Kabelhersteller bis hin zu Konfektionären und Anwendern.

„PVC macht 46% des Kabelmarktes in Europa aus und ist damit der am häufigsten verwendete Kunststoff für Elektro- und Telekommunikationskabel – dank seiner Vorteile im Hinblick auf das beste Preis-/Leistungsverhältnis, Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit. Dies bietet technische und funktionelle Vorteile für die Anwender und Verbraucher. Mit mehr als 127.000 Tonnen Kabel-Recycling im Jahr 2016 im Rahmen des Nachhaltigkeitsprogramms VinylPlus stellen PVC-Kabel auch eine der Hauptquellen für Recycling-PVC dar“, betont Zdenek Hruska, Senior Manager Public Affairs bei ECVM und Projektleiter bei PVC4cables.

„Wegen der umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die von den Unternehmen entlang der PVC-Wertschöpfungskette geleistet wird, um die Qualität und Nachhaltigkeit der Produkte weiter zu verbessern, ist unsere erste Konferenz ein Pflichttermin, um neue Ideen und Lösungsansätze anzustoßen, sich über wichtige Entwicklungen zu informieren, zusammenzuarbeiten und Erfahrungen zu teilen.“

Zu den Referenten gehören Arjen Sevenster (ECVM), der ein Update zu RoHS und BEMP (Best Environmental Management Practice) vorstellt, Francesco Tarantino (VinyLoop), der zum Thema Kabel-Recycling und früher verwendete Additive referiert, sowie Daniel Martinz, Technischer Marketing- und Entwicklungsmanager für Specialty Vinyls bei INOVYN, der aufzeigt, wie eine erfolgreiche Zukunft für Kabelanwendungen durch Innovationen sichergestellt werden kann.

„Die Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette beschäftigen sich mit der Erforschung und Entwicklung neuer Rezepturen, um die technische Leistungsfähigkeit zu verbessern und innovative Lösungen für den Markt anzubieten”, so Carlo Ciotti, Präsident des italienischen PVC-Forums und Sprecher von PVC4cables.
Die Rolle von Nanotechnologien bei der Leistungsverbesserung und Innovation wird von Professor Enrico Boccaleri von der Universität Piemonte Orientale, vorgestellt, während Gianluca Sarti von der ‚Compounds for Cables‘-Gruppe des italienischen PVC-Forums veranschaulicht, wie Rezepturen das Brandverhalten von PVC-Kabeln beeinflussen können.

„Die Wertschöpfungskette von PVC-Kabeln ist dank der Nachhaltigkeitsprogramme der europäischen PVC-Industrie gut aufgestellt, um sich zu einem wirklichen Modell der Kreislaufwirtschaft zu entwickeln“, ergänzt Carlo Ciotti.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde von allen Beteiligten entlang der PVC-Wertschöpfungskette hart daran gearbeitet, nicht nur die Qualität und Leistungsfähigkeit der Endprodukte, sondern auch ihre Nachhaltigkeit zu verbessern. Die freiwillige Verpflichtung der europäischen PVC-Industrie, VinylPlus und deren Vorgänger Vinyl 2010, haben beispielsweise zur Entwicklung einer neuen Generation von PVC-Rezepturen geführt. Darüber hinaus haben sie die Entwicklung von Sammel- und Recyclingprogrammen unterstützt. Neue Recyclingtechnologien wie VinyLoop wurden entwickelt, um Rezyklate zu erhalten, die für Hochleistungsanwendungen geeignet sind.

Weitere Informationen erhalten Sie bei
Zdenek Hruska – Tel. +32 2 6767441 – zdenek.hruska@plasticseurope.org
Carlo Ciotti – Tel. +39 335 7193670 – carlociotti@pvcforum.it

Online-Registrierung: www.pvc4cables.org

The First PVC4cables Conference on 26th October in Lyon

The first PVC4cables Conference will take place in Lyon, France, on 26th October 2017. The event will focus on the topics of „Sustainability, Innovation, Market: The New Horizons of the PVC Cables Industry“. It will present and debate the state of the art on PVC cables (technical and environmental performance, regulatory framework, recycling technologies) and their beneficial properties.

You can find out more about the conference on the PVC4cables website. If you are interested in attending the conference, you can also register here.

http://www.pvc4cables.org/en/events/1st-pvc4cables-conference