Beiträge

AGPU-Sonderdruck „Produktverantwortung durch PVC-Recycling“ erschienen

Im Rahmen eines gemeinsamen Kommunikationsprojektes von VinylPlus und AGPU haben die Bonner PVC-Experten bereits einige Fachartikel zum Thema PVC in der Öffentlichen Beschaffung veröffentlicht, so beispielsweise im „Kommunalen Beschaffungsdienst“ (KBD) und in der „Kommunalwirtschaft“. Drei weitere Fachartikel werden Anfang 2016 erscheinen.

Für das Kommunikationsprojekt hat die AGPU von dem Fachbeitrag „Produktverantwortung durch PVC-Recycling“ aus der Dezember-Ausgabe des KBD-Magazins auch einen Sonderdruck erstellen lassen. Dieser liegt nun vor und kann in der AGPU-Geschäftsstelle ab sofort angefordert werden. Einzelne Exemplare sind auch beim nächsten PVC-Workshop am 12. Januar 2016 in Bonn erhältlich.

Aktion PVC-Recycling: 500 alte PVC-Fenster und rund 20 Tonnen PVC-Bodenbeläge

In der Stadt wertvolle Rohstoffe abbauen – was sich im ersten Moment vielleicht ein wenig seltsam anhört, gilt in der Abbruchbranche unter dem Begriff „Urban Mining“ als moderner Lösungsansatz für eine effiziente Ressourcengewinnung. Ein aktuelles Projekt der Aktion PVC-Recycling in Marl (NRW) belegt, dass der selektive Rückbau von drei Hochhäusern längst gängige und erfolgreiche Praxis ist.

Neben großen Mengen an Beton und Metallen konnten aus dem Gebäudekomplex aus den 1960er Jahren auch 500 ausgediente Kunststofffenster sowie rund 20 Tonnen PVC-Bodenbeläge zurückgewonnen werden. Aus den alten PVC-Fenstern ist dank Rewindo-Recyclingpartner Tönsmeier Kunststofffe ein Mahlgut entstanden, welches als Ausgangsmaterial für hochwertiges, fast 100 Prozent sortenreines Granulat verwendet wird und als Rohstoff für die Herstellung von neuen Fenster- und Bauprofilen dient.

Professional recycelt wurden auch die PVC-Bodenbeläge. Sie wurden in der AgPR-Anlage in Troisdorf werkstofflich verwertet. Das dabei gewonnene PVC-Feinmahlgut wird beispielsweise zur Produktion von neuen Vinyl-Fußböden verwendet.

AGPU PVC-Recycling-Finder wurde aktualisiert

Der PVC-Recycling-Finder der AGPU erfreut sich nach wie vor einer hohen Beliebtheit. Das belegen nicht nur die steigenden Zugriffszahlen von derzeit über 5.000 Seitenabrufen pro Quartal, sondern auch die Vielzahl an individuellen Anfragen, die die Experten der AGPU-Geschäftsstelle in Bonn Monat für Monat beantworten.Nach der letzten großen Überarbeitung der Webseite vor drei Jahren, hat die AGPU ihre Informationsplattform über Abnehmer und Anbieter von PVC-Abfällen, Recyclat und PVC-Recyclingprodukten nun erneut aktualisiert. Neben einem neuen benutzerfreundlicheren Design wurde auch die Datenbank weiter optimiert. Neben Adressen und Ansprechpartnern, Annahmebedingungen, Materialvorgaben finden Nutzer jetzt unter anderem auch Angaben zu vorhandenen Zertifizierungen, die im Wettbewerb eine immer wichtigere Rolle spielen und von Verarbeitern oft als Voraussetzung für Geschäftsbeziehungen genannt werden. Derzeit sind 61 Verwerter im PVC-Recycling-Finder der AGPU aufgeführt.

Auch bei VinylPlus stößt der Recycling-Finder auf großes Interesse. Derzeit gibt es Planungen, dort eine ähnliche Plattform aufzubauen. Dafür kann VinylPlus auch auf Informationen aus dem Recycling-Finder der AGPU zurückgreifen. Diese Synergien können auch alle anderen Partner und Mitglieder von VinylPlus und AGPU nutzen, die die nachhaltige Entwicklung von PVC unterstützen.

www.pvcrecyclingfinder.de

Neue Recycling-Broschüre von VinylPlus: „Den PVC-Kreislauf schließen“

Nachdem VinylPlus Ende Februar mit „Closing the loop with PVC“ eine englischsprachige Broschüre zum Thema PVC-Recycling veröffentlicht hat, steht mit „Den PVC-Kreislauf schließen“ nun auch die deutsche Fassung zur Verfügung – sowohl in elektronischer Form im PDF-Format als auch in einer gedruckten Fassung.

Die Übersetzung der Broschüre hat die AGPU im Auftrag von VinylPlus übernommen. Das Besondere: Neben einem kurzen Vorwort über die Aufgaben und Zielsetzung von VinylPlus gibt es insgesamt elf detaillierte Fallstudien wie beispielsweise zum nachhaltigen Einsatz von PVC bei den Olympischen Spielen 2012 in London.

Die Broschüre kann digital auf der Webseite von VinylPlus heruntergeladen werden. Gedruckte Exemplare können bei der AGPU-Geschäftsstelle bestellt werden.

VinylPlus registriert in 2013 über 444.000 Tonnen Recycling-PVC

VinylPlus, das Nachhaltigkeitsprogramm der Europäischen PVC-Industrie, verzeichnet mit 444.468 Tonnen registriertem PVC-Recycling im Jahr 2013 erneut ein Rekordergebnis und ist damit auf einem guten Weg, in 2020 das geplante Ziel von 800.000 Tonnen pro Jahr zu erreichen. Die Zahlen wurden im Mai im Rahmen des Nachhaltigkeitsforums in Rom vorgestellt und finden sich auch im aktuellen VinylPlus Fortschrittsbericht 2014, der nun auch in der Zusammenfassung in einer deutschen Übersetzung vorliegt und auf der Webseite von VinylPlus heruntergeladen werden kann.

EU-Verordnungen mit Auswirkungen auf früher verwendete Zusatzstoffe haben das Potential, die Menge an recyclingfähigem PVC zu beeinträchtigen und stellen eine entscheidende Herausforderung dar. Diese betreffen nicht nur das Recycling von PVC, sondern auch das Recycling von anderen Materialien. VinylPlus hat einen enormen Aufwand betrieben, dieses Problem den entsprechenden Behörden darzustellen. Laut Fortschrittsbericht wurden im Zeitraum 2007 bis 2013 die Verwendung von Blei-Stabilisatoren in der EU-27 um 81.372 Tonnen reduziert, was einem Rückgang von 81,4 Prozent entspricht.

Ein wichtiger Punkt des VinylPlus-Programms ist es, das Bewusstsein für Nachhaltiges Wirtschaften zu fördern. So wurden 2013 eine ganze Reihe von Kommunikationsprojekten unterstützt. VinylPlus nahm in 2013 an hochrangigen Veranstaltungen wie Konferenzen und Messen teil, um das Programm und den Stand der erreichten Ziele der Selbstverpflichtung vorzustellen. Im November wurde VinylPlus Mitglied der Green Industry Platform (GIP), einer gemeinsamen Initiative der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) und des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP).

http://www.vinylplus.eu/mediaroom/113/52/VinylPlus-raises-the-bar-by-registering-over-440-000-tonnes-of-recycled-PVC-in-Europe-in-2013

K 2013: 100 Jahre PVC-Patent, 25 Jahre AGPU

Entwurf eines vielseitig einsetzbaren Mini-Hauses aus Recycling-PVC vorgestellt.

Das Jahr 2013 ist ein ganz besonderes für den Werkstoff PVC. Vor 100 Jahren, am 4. Juli 1913, erhielt der deutsche Chemiker Fritz Klatte aus Frankfurt-Griesheim das Patent für den industriellen Herstellungsprozess von PVC. Eine Erfindung, die unser aller Leben in mannigfacher Beziehung geändert und damit die Basis für eine einzigartige Erfolgsgeschichte gelegt hat. An dieses Jubiläum erinnert die Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V. (AGPU) im Rahmen einer Pressekonferenz auf der K, der weltgrößten Fachmesse der Kunststoff- und Kautschuk-Industrie vom 16. bis 23. Oktober 2013 in Düsseldorf.

„Besonders ist das Jahr 2013 aber auch deshalb, weil sich die AGPU mit ihren Mitgliedsunternehmen aus der PVC-Branche seit 25 Jahren für den Werkstoff PVC engagiert: mit immer neuen Ideen und einer professionellen Kommunikation, die sich kontinuierlich wandelt“, sagte Dr. Axel Bruder, Vorstandsvorsitzender der AGPU und Mitglied des Vorstandes der RENOLIT SE in Worms. Dazu zählen auch der intensive Dialog mit Entscheidern aus Politik, Wirtschaft, Handel und NGOs. Mit Erfolg. „Diesen Meinungswandel hat die AGPU zusammen mit der PVC-Branche durch Investitionen in Sammel- und Verwertungssysteme und innovative Rezepturen herbeigeführt, um so dem schlechten Ruf der 80er Jahre zu begegnen. Die zurückgewonnene Akzeptanz hat sowohl zu einer Renaissance von bekannten Produkten wie Bodenbelägen geführt als auch zu zukunftsweisenden Produkten wie Passivhaus-Kunststofffenster und Rotorblättern von Windkraftanlagen“, so AGPU-Geschäftsführer Werner Preusker.

Mit der Präsentation eines Entwurfes für ein vielseitig einsetzbares Mini-Haus aus recyceltem PVC feierte die AGPU auf der Kunststoffmesse K eine kleine Premiere. Entwickelt wurde das Konzept von vier jungen Architekten und zwei Produktdesignern aus Berlin. Ziel war es, den Archetyp eines Hauses in einer neuen materialgerechten Formensprache zu entwickeln. Dabei sollten die Möglichkeiten von Recycling-PVC und die Materialästhetik des Werkstoffs deutlich herausgearbeitet werden. „Die Eigenschaften von recyceltem PVC prädestinieren das Material für die Realisierung eines solchen Projektes“, erläuterte Werner Preusker die Aufgabe. PVC ist nicht nur recht leicht, witterungsresistent und wasserfest, es ist gleichzeitig auch sehr pflegeleicht und äußerst flexibel. Genutzt werden kann das multifunktionale Mini-Haus an verschiedenen Orten – wie zum Beispiel als Aufenthalt- oder Aufbewahrungsraum im Garten, als Arbeitsplatz oder als Messepavillon mit genügend Stauraum für Materialien. „Für uns war es ein spannender Prozess, zu lernen, mit dem Material umzugehen und die ihm eigenen Qualitäten zu entdecken, ohne zu versuchen, andere zu imitieren“, beschrieb Bastian Sevilgen vom Architekturbüro dreigegeneinen GbR in Berlin die Herausforderung bei diesem Projekt. Vom Konzept und dessen Realisierung ist auch Stefan Schmatz, Geschäftsführer der Vinylit Fassaden GmbH in Kassel, überzeugt: „Unsere Recycling-Profile, die bei dem Mini-Haus zum Einsatz kommen werden, gehören zu den drei Produkten, die vor wenigen Tagen beim europäischen Recycler-Wettbewerb „EPRO Best Recycled Plastic Product 2013“ nominiert wurden“.

AGPU: 25 Jahre Engagement für PVC-Recycling

Vor 25 Jahren hat die AGPU (Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V.) in Deutschland damit begonnen, Herstellung und Verwendung von PVC „mit allen Belangen des Umweltschutzes in Einklang zu bringen“. „Mit großen Engagement hat die PVC-Branche in den vergangenen Jahren wichtige Ziele auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit realisieren können“, betont AGPU-Geschäftsführer Werner Preusker anlässlich des heute in Bad Neuenahr beginnenden Internationalen Altkunststofftages des Bundesverbandes Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse). Zu den wesentlichen Errungenschaften einer nachhaltigen Entwicklung gehöre der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen mit der Etablierung eines gut funktionierenden Abfall-Managements, sowohl für Verarbeitungsabfälle als auch für gebrauchte Produkte.

Von Beginn an bringt die AGPU PVC-Verwerter und PVC-Verarbeiter mit neuen Projekten immer wieder zusammen. So schreibt die AGPU mit dem vor einigen Jahren neu konzipierten PVC-Recycling-Finder Erfolgsgeschichte. Der Online-Marktplatz mit über 1.000 Zugriffen monatlich bietet relevante Brancheninformationen, zeigt konkrete Verwertungswege für PVC-Abfälle auf und bietet Rezyklat sowie Recycling-Produkte zur Beschaffung an. Ebenfalls erfolgreich ist der bundesweite Wettbewerb „Umweltgerechte Modernisierung“, der schon zum zweiten Mal stattfindet und gemeinsam mit der Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH ausgelobt wird. Er hat zum Ziel, beispielhafte Projekte der energetischen Sanierung zu ermitteln, die über erfolgreiche Konzepte der Energieeinsparung hinaus auch den Aspekt des Recycling beinhalten.

Recycling ist auch das Top-Thema bei VinylTV, dem YouTube-Kanal für PVC. Mit mehr als 80 Videos und über 17.000 Zugriffen seit dem Start vor zwei Jahren hat sich VinylTV als eine der weltweit meistbesuchten Plattformen für den Werkstoff etabliert. „Wir sind stolz darauf, dass viele unserer Ideen zur Entwicklung von PVC Richtung Nachhaltigkeit mittlerweile in Europa von VinylPlus und sogar weltweit umgesetzt werden – angefangen vom Recycling, dem Einsatz von moderneren Stabilisatoren und Weichmachern bis hin zu einer besseren Kommunikation. Bei PVC ist die AGPU eben häufig ein Vorreiter“, erklärt Werner Preusker.