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AGPU PVC-Recycling-Finder wurde aktualisiert

Der PVC-Recycling-Finder der AGPU erfreut sich nach wie vor einer hohen Beliebtheit. Das belegen nicht nur die steigenden Zugriffszahlen von derzeit über 5.000 Seitenabrufen pro Quartal, sondern auch die Vielzahl an individuellen Anfragen, die die Experten der AGPU-Geschäftsstelle in Bonn Monat für Monat beantworten.Nach der letzten großen Überarbeitung der Webseite vor drei Jahren, hat die AGPU ihre Informationsplattform über Abnehmer und Anbieter von PVC-Abfällen, Recyclat und PVC-Recyclingprodukten nun erneut aktualisiert. Neben einem neuen benutzerfreundlicheren Design wurde auch die Datenbank weiter optimiert. Neben Adressen und Ansprechpartnern, Annahmebedingungen, Materialvorgaben finden Nutzer jetzt unter anderem auch Angaben zu vorhandenen Zertifizierungen, die im Wettbewerb eine immer wichtigere Rolle spielen und von Verarbeitern oft als Voraussetzung für Geschäftsbeziehungen genannt werden. Derzeit sind 61 Verwerter im PVC-Recycling-Finder der AGPU aufgeführt.

Auch bei VinylPlus stößt der Recycling-Finder auf großes Interesse. Derzeit gibt es Planungen, dort eine ähnliche Plattform aufzubauen. Dafür kann VinylPlus auch auf Informationen aus dem Recycling-Finder der AGPU zurückgreifen. Diese Synergien können auch alle anderen Partner und Mitglieder von VinylPlus und AGPU nutzen, die die nachhaltige Entwicklung von PVC unterstützen.

www.pvcrecyclingfinder.de

Aktuelles Stoffstrombild für PVC

Neue Consultic-Studie zu PVC belegt sehr hohe Verwertungsquote.

PVC ist ein etablierter und bewährter Kunststoff, der seit langen Jahren in einer Vielzahl unterschiedlichster Anwendungen zum Einsatz kommt, vor allem im Baubereich. Nun hat die Consultic GmbH im Auftrag von PlasticsEurope, AGPU und BKV im Rahmen einer speziellen Studie die PVC-Branche in Deutschland genau unter die Lupe genommen. Damit verfügt die Branche über ein aktuelles Stoffstrombild ihres Werkstoffes.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie „Analyse der PVC-Produktion, Verarbeitungs-, Abfall- und Verwertungsströme in Deutschland 2013“: Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 1,8 Millionen Tonnen PVC hergestellt. In die Verarbeitung hierzulande flossen rund 1,6 Millionen Tonnen. Die PVC-Abfallmenge lag bei 650.000 Tonnen, die Verwertungsquote erreichte 99 Prozent. Bezogen auf den Gesamtabfallstrom wurden 37 Prozent werkstofflich, knapp ein Prozent rohstofflich und 61 Prozent energetisch verwertet. Seit 2007 ist die Verwertungsrate bei PVC um fünf Prozentpunkte gestiegen. Damit trägt PVC als integraler Bestandteil der Kunststofffamilie erheblich dazu bei, dass der Werkstoff auch am Ende des Lebenswegs einzelner Produkte als wertvolle Ressource weiter genutzt werden kann.

Die höchsten Recyclingraten für PVC-Abfälle finden sich im Baubereich, wo zum Beispiel gebrauchte Fenster, Rohre, Bodenbeläge oder Dachbahnen sortiert, gesammelt, verwertet und zu neuen Produkten verarbeitet werden, sowie bei Elektro/Elektronik-Anwendungen. Dort ist insbesondere das Kabelrecycling zu nennen.

Auch die wichtigsten PVC-Einsatzfelder wurden im Rahmen der Studie identifiziert. Aus knapp drei Vierteln des verarbeiteten Primär-PVC wurden Produkte für den Bau hergestellt, insbesondere Fenster- und Türprofile, Rohre oder Bodenbeläge sowie Dach- und Dichtungsbahnen. Für PVC-Recyclate ist ebenfalls der Bau das wichtigste Marktsegment, hier mit 62 Prozent der insgesamt verarbeiteten Menge. Zudem werden PVC-Recyclate häufig auch im Gartenbau oder der Landwirtschaft (etwa 15 Prozent) eingesetzt, so zum Beispiel für Stall- und Gewächshausmatten oder Rasengitterelemente. Da PVC-Produkte sehr langlebig sind, wird der Werkstoff insgesamt in erster Linie für langlebige Anwendungen mit einer Lebensdauer von 40 und mehr Jahren verwendet.

Weitere Informationen zur Studie unter agpu(at)agpu.com.