K 2019: PVC-Recycling von Pharma-Blistern ausgezeichnet

Bei der Verleihung der INOVYN Innovation Awards 2019 während der internationalen Kunststoffmesse K 2019 in Düsseldorf wurde die Initiative der PVC-Folienbranche zum Recycling von Pharma-Blistern in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ mit dem Gold-Award ausgezeichnet.

Koordiniert wurde das Projekt – mit Unterstützung von VinylPlus® – von der AGPU unter Beteiligung der Folienhersteller Bilcare Research und Perlen Packaging. AGPU-Geschäftsführer Thomas Hülsmann nahm den Preis entgegen und dankte den beteiligten Unternehmen aus der PVC-Wertschöpfungskette für ihr Engagement.

Aus der Reihe der AGPU-Mitgliedsunternehmen gab es zwei weitere Gewinner. Der schwedische Weichmacher-Hersteller Perstorp gewann mit dem phthalatfreien Weichmacher Pevalen Pro den Silver Award in der Kategorie „Nachhaltige Innovation“. Der Compound-Hersteller Benvic konnte sich zusammen mit einem Partnerunternehmen für einen hochisolierenden PVC-Rollladenkasten über die Auszeichnung in Bronze in der Kategorie „Design“ sichern.

She Runs: VinylPlus veröffentlicht Nachbericht

PVC spielt im Sport eine wichtige Rolle. Der Kunststoff ist stark belastbar, langlebig und erfordert einen minimalen Wartungsaufwand. PVC wird häufig in Sporthallen und Stadien eingesetzt, angefangen beim Bodenbelag bis hin zur Überdachung und Außenverkleidung. Der Werkstoff wird auch in vielen Sportarten zur Ausrüstung und zum Schutz der Sportler verwendet.

Gemeinsam mit dem Erasmus+ Programm der EU-Kommission hat VinylPlus® im März den internationalen Schullauf für Mädchen „She Runs – Active Girls Lead 2019“ in Paris unterstützt und die Plattform unter anderem dazu genutzt, um vor allem junge Menschen auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt aufmerksam zu machen. Im Vorfeld und während der Veranstaltung wurden diverse PVC-Produkte wie Bodenbeläge, Folien und Sportartikel nachhaltig eingesetzt und nach dem Event wiederverwendet und/oder recycelt.

VinylPlus hat zu diesem Engagement nun einen ausführlichen Nachbericht veröffentlicht, aus dem beispielsweise hervorgeht, welche Ziele kommuniziert/erreicht wurden und was aus den eingesetzten PVC-Produkten am Ende geworden ist.

PVC4Cables Konferenz am 7. November in Berlin

Am 07. November 2019 findet in Berlin unter dem Motto „Wir setzen auf PVC-Kabel. Innovation und Nachhaltigkeit für smarte elektrische Systeme“ die zweite PVC4Cables Konferenz statt. Auf der Konferenz werden die neuesten Entwicklungen bei PVC-Kabeln und ihre vielfältigen technischen und funktionalen Vorteile für Anwender und Verbraucher vorgestellt und über Markttrends, Normung, Brand- und Rauchverhalten sowie über neue Studien diskutiert. Ein besonderer Themenschwerpunkt wird auf Innovationen bei Additiven und Rezepturen sowie auf der Leistungssteigerung von PVC-Kabeln liegen.

Studie bestätigt: Ersatzweichmacher sind sicher

Vor ein paar Tagen berichteten verschiedene Medien über eine Kleine Anfrage (Drucksache 19/12574) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag zum Thema „Menschliche Schadstoffbelastung“, bezugnehmend auf eine aktuelle, aber noch nicht veröffentlichte Studie des Umweltbundesamtes (UBA) und des Robert-Koch-Instituts. Hierfür wurden im Zeitraum 2014 bis 2017 2.500 Blut- und Urinproben von Kindern und Jugendlichen sowie ihre Lebensumstände umfangreich untersucht.

In einem ausführlichen Antwortschreiben des Bundesumweltministeriums vom 05. September 2019 nimmt die Bundesregierung nun dazu Stellung: Demnach wurde unter anderem der Morgenurin auf Gehalte von Plastikinhaltsstoffen hin untersucht. Zur Beurteilung der gesundheitlichen Relevanz der gefunden Belastungen zieht das Umweltbundesamt so genannte gesundheitsbezogene Beurteilungswerte in Form der HBM-I und HBM-II Werte der Human-Biomonitoring-Kommission heran, die laut dem Papier allerdings keine rechtsverbindlichen Maßstäbe setzen. Der HBM-I Wert beschreibt die Konzentration oberhalb derer gesundheitliche Wirkungen nach heutigem Wissensstand nicht mehr mit ausreichender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden können. Bei einer Überschreitung des HBM-II Wertes ist das Auftreten gesundheitlich bedenklicher Wirkungen zu befürchten.

Der Studie zufolge wurden die Beurteilungswerte bei keinem der 3- bis 17-Jährigen für die (low molecular weight) Weichmacher wie DEHP überschritten, deren Verwendung heute nur noch für bestimmte Erzeugnisse nicht verboten ist. Im Vergleich zur Studie von 2003 bis 2006 ist die Belastung durch diese Stoffe in der aktuellen Studie sehr deutlich zurückgegangen.
Bei so genannten Ersatzweichmachern und weiteren nicht klassifizierten Phthalat-Weichmachern konnten die Forscher zwar eine Erhöhung der Werte feststellen, allerdings befinden sich diese auf einem wesentlich geringeren und unkritischen Niveau. So lagen beispielsweise die Werte des Ersatzweichmachers DINCH bei 99,96 Prozent aller gemessenen Konzentrationen unter dem HBM-I Wert von 3 mg/l Urin.

Nach Einschätzung der an der Studie beteiligten Wissenschaftler ist die Belastung in Deutschland bei Weichmachern im Urin auf einem vergleichbaren Niveau mit anderen EU-Ländern. Die Konzentrationen von einigen klassifizierten Weichmachern wie DEHP liegen sogar im unteren Bereich der europäischen Vergleichswerte.

Anhand der aktuell vorliegenden Studienergebnisse lässt sich belegen, dass von heute eingesetzten, nicht klassifizierten Weichmachern kein Risiko für die menschliche Gesundheit ausgeht.