Starke Förderung der energetischen Sanierung

In Deutschland wird soviel gebaut und modernisiert wie seit gut 20 Jahren nicht mehr. Zugleich würden Vermieter und Eigentümer von Gebäuden immer weniger Interesse an neuen Heizungen, gut isolierten Fenstern oder einer Fassadendämmung haben, warnt unter anderem die Deutsche Energie-Agentur (dena) mit Verweis auf aktuelle Studien. Ein Grund dafür seien fehlende finanzielle Anreize wie beispielsweise die im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD vereinbarte Sanierungsförderung. Um die vereinbarten Klimaschutzziele bis zum Jahr 2030 zu erreichen, müsste die Bundesregierung schnell reagieren und eine starke steuerliche Förderung der energetischen Sanierung auf den Weg bringen.

Zahlen, die die Wichtigkeit des Themas unterstreichen: Laut dena ist der Gebäudebereich mit rund 40 Prozent der größte Energieverbraucher in Deutschland und macht gut 30 Prozent des CO2-Ausstoßes aus. Rund 65 Prozent aller Fassaden in Deutschland sind zudem ungedämmt, weitere 20 Prozent entsprechen nicht dem Stand der Technik.

VinylPlus® will bis 2025 900.000 Tonnen PVC pro Jahr recyceln

VinylPlus, das Nachhaltigkeitsprogramm der europäischen PVC-Branche, ist seit Gründung im Jahr 2000 ein Vorreiter für die Kreislaufwirtschaft. Die Industrie hat von Anfang an die Forderung der Europäischen Kommission unterstützt, das Recycling von Kunststoffen weiter voranzutreiben. Zudem hat sie sich dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2025 mindestens 900.000 Tonnen PVC pro Jahr zu recyceln, was einen wesentlichen Beitrag zu dem von der Kommission für die Kunststoffindustrie gesteckten Gesamtziel von 10 Millionen Tonnen darstellt. Mit Blick auf die Zukunft hat sich VinylPlus außerdem verpflichtet, bis 2030 mindestens 1 Million Tonnen PVC pro Jahr zu recyceln.

„Seit fast 20 Jahren schafft VinylPlus die Voraussetzungen für eine Kreislaufwirtschaft, indem die Branche die Nachhaltigkeit von PVC kontinuierlich verbessert. Da unser Programm die gesamte Wertschöpfungskette –  PVC-Hersteller, Additiv-Hersteller, Verarbeiter und Verwerter – umfasst, konnten wir frühzeitig auf die Forderung der Kommission nach einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Kunststoffbranche reagieren. Wir begrüßen diese Maßnahme, die die Weitsicht von VinylPlus bei der Umsetzung seiner ersten Selbstverpflichtung unterstreicht“, sagt Brigitte Dero, General Managerin von VinylPlus.

Dank der besonderen Rolle von VinylPlus durch die Einbindung der gesamten Wertschöpfungskette ist es dem Nachhaltigkeitsprogramm gelungen, seit 2000 mehr als 4 Millionen Tonnen PVC zu recyceln.

PVC wird aus Salz und Öl oder Erdgas hergestellt und ist einer der am weitesten verbreiteten Kunststoffe der Welt mit einem breiten Anwendungsspektrum wie Fensterrahmen, Bodenbeläge, Rohre, Kabel, Verpackungen, Sportgeräte, Möbel und medizinische Geräte.

Die Einhaltung der gesetzten Ziele ist für den Erfolg von VinylPlus essenziell. Die recycelten Mengen werden von unabhängiger Stelle verifiziert und dem VinylPlus Monitoring-Ausschuss vorgelegt, der sich aus Vertretern der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, von Verbraucherorganisationen, Gewerkschaften, Wissenschaft und Industrie zusammensetzt.

AGPU: 30 Years for PVC

When the AGPU was founded 30 years ago, there was no way to avoid it. This has not changed to today, even if the times when PVC materials and products were particularly criticised are a thing of the past. Thanks to the long-term commitment of AGPU member companies from the entire PVC value chain for the sustainable development of PVC and an open dialogue with stakeholders from all areas, AGPU and its partners have succeeded in establishing the plastic as an innovative, sustainable and future-oriented material. The fact that modern PVC products today are real high-tech wonders is becoming more and more established in people’s daily lives thanks to their diversity and performance.

„The focus of the AGPU has been sharpened again and again over the last 30 years and is now clearly on the sustainability of the material“, said Dr. Oliver Mieden, newly elected CEO of the AGPU and Head of Environmental Affairs & Corporate Communications at PVC manufacturer Vinnolit: „Since 2017, the AGPU has been an associated member of VinylPlus®, the sustainability programme of the European PVC industry, and thus contributes to making the contents and objectives of the voluntary commitment better known in Germany“.

Umweltmagazin: „Established Recycling of PVC Building Products“

In the last issue issue of the UMWELTMAGAZIN, there is a new technical article by AGPU managing director Thomas Hülsmann and AGPU editor Michael Friedrichs on the subject of „Established recycling of PVC building products“. Due to the high level interest in the past, AGPU has decided to publish the article as a special print edition.

The article is part of a recent communication project which the AGPU is running together with VinylPlus in Germany. If you need further information, please do not hesitate to contact us.

PVC Recycling Finder will be in English soon

In a few weeks, the well-known German PVC Recycling Finder website will also be available in an English version. The reason behind this is to make even more interested parties aware of the PVC recycling activities in Germany and thus to further expand the network. In addition, the measure is intended to further intensify European cooperation and exchange. The Italian PVC Forum is currently working on a similar platform, which will also be available in English and Italian.

With a total of 13,100 hits in 2017, the PVC Recycling Finder is a popular website for all those who want to find buyers for used PVC material or search for recycled materials.

Best Practice for the Environment: 700 windows replaced

The energetic refurbishment of a Secondary School in Jessen is regarded as an example of environmental learning. Two buildings dating from 1978 will be fitted with modern thermal insulation for the facades and false ceilings to the roof by 2019. In addition, new PVC windows are now providing an additional improvement in the energy balance. In this publicly funded renovation project, approximately 700 old PVC windows from 1995 to 1998 have been dismantled for recycling and later re-use.

The project is part of the „Best Practice for the Environment“ campaign. In Saxony-Anhalt, Saxony and Thuringia, exemplary and sustainable building projects were identified and documented where PVC building products are recycled. The campaign was initiated by Rewindo, AgPR and AGPU and is actively supported by several regional and national associations and companies.

Best Practice für die Umwelt: 700 Fenster ausgetauscht

Die energetische Sanierung der Sekundarschule Nord in Jessen (Elster) gilt als lehrreiches Beispiel in Sachen Umwelt. Das dreigeschossige Hauptgebäude sowie ein zweigeschossiger Kopfbau aus dem Jahr 1978 erhält bis 2019 bei laufendem Schulbetrieb eine moderne Wärmedämmung für die Fassaden und Zwischendecken zum Dach. Ferner sorgen nun neue Kunststofffenster mit Dreifachverglasung für eine zusätzliche Verbesserung der Energiebilanz. Auch bei diesem öffentlich geförderten Sanierungsvorhaben werden die rund 700 ausgedienten PVC-Altfenster aus den Jahren 1995 bis 1998 nach dem Ausbau nicht in der Müllverbrennungsanlage entsorgt, sondern recycelt und später wiederverwertet.

Das Bauprojekt in Jessen ist Teil der Länder übergreifenden Aktion „Best Practice für die Umwelt“. Hierbei wurden in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen beispielhafte und nachhaltige Bauvorhaben, bei denen PVC-Bauprodukte werkstofflich recycelt werden, ermittelt und dokumentiert. Initiiert wurde die von mehreren regionalen und bundesweiten Verbänden sowie Unternehmen aktiv unterstützte Umweltaktion von der Rewindo GmbH Fenster-Recycling-Service, Bonn, der Arbeitsgemeinschaft PVC-Bodenbelag Recycling (AgPR), Marl, und der Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V. (AGPU), Bonn.