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PVC4Pipes seit Januar 2017 unter neuem Dach

Der europäische Fachverband für PVC-Rohre agiert seit Januar 2017 unter dem Schirm des europäischen PVC-Herstellerverbandes (ECVM).  Ziel sei es, auch weiterhin PVC4Pipes als die Anlaufstelle für alle Informationen rund um PVC-Rohre zu positionieren. Zudem stehen der Ausbau des Netzwerks und die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und Organisationen rund um den Globus auf der Agenda, um die Kommunikation für die Verwendung von PVC-Rohren mit Fokus auf die Hauptzielgruppen und Entscheider weiter zu verbessern.

http://pvc4pipes.com/

Volles Rohr

Der öffentliche Wasserversorger Aguas de Córdoba managt den Wasserkreislauf in 50 Städten und 65 Dörfern in der Provinz Córdoba. Anfang der 1990er Jahre hatte die Region mit ungewöhnlich hohen Wasserverlusten im Leitungsnetz zu kämpfen. Erst seitdem vermehrt Kunststoffrohre wie aus Hart-PVC zum Einsatz kommen bleibt mehr Wasser in den Leitungen.

Das Hauptleitungssystem der Wasserversorgung in den Ortschaften der Region Córdoba erstreckt sich über eine Länge von etwa 1.300 Kilometern, die Abwasserleitungen über 1.000 Kilometer. Im Jahr 1992 bestanden die vor allem in den 1970er Jahren verlegten Rohrsysteme zu etwa 90 Prozent aus Faserzement und nur zu 10 Prozent aus leichtem Kunststoff wie zum Beispiel PVC oder anderen Materialien. In dieser Zeit lagen die Verluste des Frischwassers auf ihrem Weg durch das Leitungsnetz bei 65 Prozent: eine unbefriedigende Situation für das Wasserunternehmen, das seinen Kunden letztendlich nur 35 Prozent der tatsächlich gelieferten Wassermenge in Rechnung stellen konnte.

Fehlende Professionalität

Die Gründe für die hohen Wasserverluste waren vielfältig. Zum einen spielte die schlechte Qualität der installierten Materialien eine Rolle, zum anderen der Verzicht auf Wartungsarbeiten. Außerdem fehlten einheitliche Standards und qualifizierte Fachkräfte. So entstanden durch mangelhafte Verlegung der Rohre große Nachfolgeschäden.

Verluste drastisch reduziert

Der Wasserversorger nahm diese ernüchternde Bilanz zum Anlass, einen Teil der maroden Leitungen durch moderne Kunststoffrohre mit glatten Innenflächen zu ersetzen. Dazu gehörten auch hochwertige leichte PVC-Rohre, die sich durch ihre Stabilität und ihre bis zu 100-jährige Lebensdauer auszeichnen. Im Jahr 2010 lag der Anteil der Rohre aus Faserzement nur noch bei 60 Prozent und der aus Kunststoff bei 40 Prozent. Zusätzlich begann AseTUB, die spanische Vereinigung der wichtigsten Hersteller von Kunststoffrohren und Fittings, seit 2006 mit der Organisation von Schulungen in Córdoba zur richtigen Installation von Kunststoffrohren. Beide Maßnahmen ermöglichten eine Reduzierung des Wasserverlustes von 65 auf nur 15 Prozent, so dass Aguas de Córdoba seitdem 85 Prozent des gelieferten Frischwassers abrechnen kann.

Ergebnisse deutlich verbessert

Die Trainings zur fachgerechten Installation von Kunststoffrohren für die Wasserver- und -entsorgung bietet AseTUB auf Initiative der Rohrhersteller bereits seit 2004 an. Denn was nutzt ein qualitativ hochwertiges Rohr, wenn es falsch verlegt wird? Meistens finden die Kurse für maximal 12 Personen in einem der sieben spanischen Trainingszentren statt. In 36 Stunden vermitteln die von AseTUB geschulten Kursleiter umfangreiche Kenntnisse, angefangen beim Empfang des Materials über die fachgerechte Verlegung der Kunststoffrohre und die korrekte Ausführung verschiedener Anschlusstechniken bis zum Testen und zur Inbetriebnahme der Leitungen. Ein 250 Seiten starkes Installationshandbuch von AseTUB bietet darüber hinaus wichtige Hilfestellungen.

Bis heute hat die spanische Organisation mehr als 130 Kurse für über 1.300 Installateure durchgeführt. Die Teilnehmer erhalten nach bestandener theoretischer und praktischer Prüfung einen offiziellen Ausweis, der sich zu einer gefragten Qualifikation bei Auftraggebern aus der Wasserwirtschaft entwickelt hat. Mit Recht, wie der Erfolg aus Córdoba eindrucksvoll beweist.

Wasser Berlin International: PVC-Rohre weltweit führend in der Wasserwirtschaft

Die deutsche Bundeshauptstadt rückt vom 23. bis 26. April 2013 in den Fokus der internationalen Wasserwirtschaft. Mit 615 Ausstellern aus 35 Ländern präsentiert sich die Fachmesse WASSER BERLIN INTERNATIONAL nunmehr zum 50. Mal ihren Teilnehmern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. In sechs Messehallen werden unter anderem neue Technologien, Produkte und Dienstleistungen rund um die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung gezeigt. Abgerundet wird das Angebot der Messe erstmals durch vier Kompetenz-Zentren, die gezielt Aussteller und Fachbesucher unter anderem beim Thema „Leitungsbau“ zusammenführen sollen.

Und hier kommt der Werkstoff PVC ins Spiel. PVC ist weltweit bei Kunststoff-Rohren mit einem Marktanteil von über 68 Prozent der bevorzugte Werkstoff im Baubereich. In Deutschland liegt der Marktanteil bei Abwasser-, Straßenentwässerungs- und Drainage-Rohren aus PVC im Vergleich zu anderen Kunststoff-Rohren laut einer aktuellen Studie der europäischen Organisation PVC4Pipes in Kooperation mit Ernst & Young bei 60 Prozent. Europäischer Spitzenreiter ist Frankreich: 80 Prozent aller verwendeten Kunststoff-Rohre sind aus dem Werkstoff PVC. Nicht ohne Grund, denn in der Anschaffung und beim Betrieb sind PVC-Druckrohre für Wasserleitungen oder drucklose PVC-Abflussrohre eine wirtschaftliche Lösung. Die leichtgewichtigen Rohre lassen sich gut verlegen und sicher miteinander verbinden. Einmal verlegt halten PVC-Rohre über 100 Jahre. Zudem sind sie widerstandsfähig gegen Chemikalien und mechanische Belastungen, verkrusten selten und bieten Bakterien aufgrund ihrer glatten Oberfläche kaum Ansatzpunkt für eine Besiedlung. „Damit gewährleisten sie dauerhaft einen freien Leitungsdurchfluss, sparen Pumpenenergie und schonen so die Umwelt“, sagt Werner Preusker Geschäftsführer der AGPU (Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V.) anlässlich der WASSER BERLIN INTERNATIONAL.

Übrigens: In Deutschland wurden die ersten PVC-Rohre in der 30er Jahren bei der Errichtung des Olympischen Dorfes in Berlin verwendet – und sind zum Teil heute noch in Betrieb.