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Prowindo: Pressekonferenz auf der Fensterbau Frontale

Im Rahmen einer Pressekonferenz auf der Fensterbau Frontale in Nürnberg haben in der vergangenen Woche Vertreter von Prowindo, der Allianz für das Kunststofffenster, über aktuelle Themen der Branche informiert. So verzeichnet der deutsche Fenstermarkt in 2015 einen Anstieg von einem Prozent. Die Absatzzahlen sind auf 13,5 Millionen Fenstereinheiten angestiegen. Kunststofffenster nehmen mit einem Marktanteil von 58 Prozent weiterhin mit Abstand die führende Rolle ein. Für das laufende Jahr wird für den gesamten Fenstermarkt eine Steigerung von drei Prozent erwartet.

„Die PVC-Branche leistet in ihren Unternehmen und mit ihren Produkten einen erheblichen Beitrag zu Ressourceneffizienz und CO2-Minderung“, betont AGPU-Geschäftsführer Thomas Hülsmann in seinem Statement. Damit hier auch künftig Fortschritt erzielt werden können, sei es notwendig, Fenstermaterialien ganzheitlich über den gesamten Lebensweg zu bewerten – angefangen von der Herstellung und der Verarbeitung über die Nutzungsphase bis hin zur kontrollierten Verwertung. Zum Erreichen der von der Bundesregierung gesteckten Energiesparziele bis 2050 ist es jedoch unbedingt notwendig, die Modernisierungsquote bundesweit deutlich zu erhöhen und erfolgreiche Projekte zu vervielfältigen.

Mehr Informationen gibt es auf der Prowindo-Webseite.

Prowindo: Zusatzfunktionen machen Kunststofffenster noch erfolgreicher

Mit einem Marktanteil von 58 Prozent ist das Kunststofffenster in Deutschland ein Erfolgsprodukt. Wie kann diese Erfolgsgeschichte fortgeschrieben und wie können die enormen Potenziale, die sich aus der Energiewende ergeben, optimal genutzt werden? Damit die gesamte Wertschöpfungskette – von den Rohstoffen über die Herstellung der Profile, Dichtungen und Dekorfolien, bis hin zum fertigen Kunststofffenster – auch in Zukunft erfolgreich sein kann, gilt es hohe Anforderungen zu erfüllen.

Entsprechende Lösungsansätze bot Ende September 2014 in Würzburg die Prowindo Techniktagung im SKZ unter Leitung von AGPU-Geschäftsführer Thomas Hülsmann. Mehr als 60 Teilnehmer nutzten während der zweitägigen Veranstaltung die Möglichkeit, sich anhand von zwölf Expertenvorträgen aus den Bereichen Rohstoffe, Verarbeitung und Systemtechnik umfassend zu informieren und wichtige Kontakte innerhalb der Branche zu pflegen und neue zu knüpfen.

„Das Kunststofffenster hat ein enormes Potenzial zum Erreichen der gesetzten Ziele im Rahmen der Energiewende“, resümiert Thomas Hülsmann. Das Kunststofffenster sei bereits ein Erfolgsprodukt. Zusätzliche Funktionen wie beispielsweise intelligente Innenraumlüftung durch im Fensterrahmen integrierte Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung würden erheblich dazu beitragen, hier noch erfolgreicher zu werden – und die Akzeptanz beim Nutzer durch den zusätzlichen Mehrwert weiter zu erhöhen.

Prowindo 2014: Jetzt noch anmelden

Mit einem Marktanteil von 58 Prozent ist das Kunststoff-Fenster in Deutschland ein Erfolgsprodukt. Wie kann diese Erfolgsgeschichte künftig fortgeschrieben und wie können die enormen Potenziale, die sich aus der Energiewende ergeben, optimal genutzt werden? Die Vorträge auf dem PROWINDO-Branchenforum vom 24. bis 25. September 2014 in Würzburg bieten in Form von spannenden und informativen Fachbeiträgen aus den Bereichen Herstellung, Verarbeitung und Systemtechnik einen hervorragenden Überblick über die jeweiligen Herausforderungen und zeigen Lösungsansätze auf. Teilnehmer haben zudem ausreichend Möglichkeiten, sich mit anderen Teilnehmern und Referenten auszutauschen. AGPU-Geschäftsführer Thomas Hülsmann hat die Leitung der gemeinsamen Fachtagung von AGPU, EPPA, pro-K, QKE, Rewindo und SKZ übernommen. Das komplette Programm sowie das Anmeldeformular finden Sie auf der Prowindo-Webseite oder beim SKZ unter www.skz.de/de/weiterbildung/6..html. Melden Sie sich an und setzen mit uns gemeinsam wichtige Impulse für die gesamte Branche!

Prowindo: Rahmen schaffen für die Energiewende – Kunststofffenster als wichtiger Bestandteil der energetischen Gebäudesanierung

Ziele, Aufgaben und Perspektiven der Kunststofffensterbranche.

Weiterhin ist der Erfolgskurs des Kunststofffensters ungebrochen: Allein im Jahr 2013 stieg der Marktanteil in Deutschland auf 58 Prozent – und es konnte somit die Marktführerschaft ausgebaut werden. Diese Entwicklung erstaunt wenig, zieht man in Betracht, dass das Kunststofffenster in Sachen Material- und Energieeffizienz in den letzten Jahren wichtige Hürden meisterte. Gleichzeitig stehen neue Herausforderungen auf der Agenda. So wirft vor allem das zentrale Thema „Nachhaltigkeit“ für Prowindo im Hinblick auf politische Entscheidungen neue Fragen auf. Die Vertreter des Prowindo-Branchenforums Kunststofffenster stellten am 27. März 2014 auf der von Dr. Michael Stöger, technischer Direktor Zentral- und Osteuropa Inoutic / Deceuninck GmbH, moderierten Pressekonferenz während der Messe fensterbau/frontale, die Themen Recycling, Qualitätssicherung sowie die Notwendigkeit einer europaweiten, umfassenden Gebäudesanierung und den drohenden Fachkräftemangel in den Fokus. In Kürze werden diese aktuellen Themen Prowindo bei einem Round-Table Gespräch mit Politikern in Berlin beschäftigen.

„Auch im letzten Jahr gab es wieder einen deutlichen Anstieg des gesamten deutschen Fenstermarkts. Die Absatzzahlen sind auf 13,1 Millionen Fenstereinheiten angestiegen. Kunststofffensterprofile als Rahmenmaterial liegen auch weiterhin in den Bereichen energetischer Sanierung und Recycling auf Platz eins“, erklärte Ralf Olsen, Geschäftsführer des pro-K Industrieverbandes Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V. Das sechsköpfige Prowindo Experten-Team erwartet für 2014 eine weitere Steigerung der Absatz- und Marktentwicklungen von 5 bis 6 Prozent bei Kunststofffenstern. Die energetische Sanierung von Gebäuden stellt dabei einen vielversprechenden Absatzmarkt der Zukunft dar – vorausgesetzt die Rahmenbedingungen stimmen.

Energieeffizienz und nachhaltiges Bauen – Energiewende ganzheitlich konzipiert

„Als Experten für nachhaltige Entwicklung engagieren wir uns für ein ganzheitliches Konzept für die Energiewende, das den gesamten Bereich von der Energieerzeugung bis zum Energieverbrauch einbezieht”, erklärte Thomas Hülsmann, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft PVC und UMWELT e.V. (AGPU). „Jede Kilowattstunde, die gar nicht erst verbraucht wird, ist die effizienteste.“ Der Hebel zum Erreichen der Energiesparziele ist im Segment des Verbrauchs in Gebäuden am größten. Insgesamt entfallen 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs auf diesen Bereich und können bereits heute mit vorhandenen Technologien und Produkten erreicht werden. Hier spielen PVC-Produkte wie Kunststofffenster mit einem Marktanteil von rund 60 Prozent in Deutschland und Europa, Kabelkanäle und Isolierfolien für Rohre eine wichtige Rolle. Am Beispiel des Bottroper Projekts InnovationCity Ruhr wird das Einsparpotenzial durch die energetische Sanierung von Gebäuden besonders deutlich: Ziel bis 2020 ist es, eine 50-prozentige CO2-Minderung zu erreichen. Schon jetzt haben die Maßnahmen dazu geführt, dass die Sanierungsquote im Gebäudebestand seit Projektstart bei über 7 Prozent in dem betroffenen Gebiet liegt. Der Bundesdurchschnitt beträgt ca. 1 Prozent pro Jahr. Die sogenannten Zukunftshäuser, die in dem Projektgebiet mit modernster Technologie zur Energieeffizienz (Energieerzeugung bis zum Energieverbrauch) ausgestattet sind, enthalten u.a. PVC-Fenster im Passivhausstandard und andere PVC-Produkte wie Kabelkanäle und Rohrisolierungsfolien. Damit die Energiesparziele erreicht werden, ist neben den KfW-Mitteln auch eine Förderung durch steuerliche Absetzbarkeit der Investitionen notwendig. Die Anstrengungen zum Energiesparen in Gebäuden sollten auf ganz Europa ausgedehnt werden.

Demografischer Wandel – Risiko und Chancen für die Branche

„All unsere Bestrebungen, die Erfolgsgeschichte des Kunststofffensters auszubauen, können schon bald jäh ausgebremst werden, wenn die Branche nicht zügig handelt“, schloss Ralf Olsen mit Blick auf den demographischen Wandel in Deutschland. „2020 werden der deutschen Wirtschaft über 2 Millionen qualifizierte Fachkräfte fehlen. Auch die Kunststoffprofil- und Fensterhersteller werden den Mangel tausender Fachkräfte massiv zu spüren bekommen. Die Branche muss jetzt reagieren, um sich als attraktiver Arbeitgeber gegenüber anderen Branchen durchzusetzen. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, den bisher einzigen Ausbildungsberuf Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik in den Köpfen der jungen Frauen und Männern als einen interessanten Beruf mit Perspektive zu verankern. Nur so können wir die drohende Fachkräftelücke minimieren“, appellierte Olsen. In einem ersten Schritt hatte pro-K in den vergangenen zwei Jahren die Neuordnung der Ausbildung zum Verfahrensmechaniker maßgeblich vorangetrieben. Der Verband hat hierzu ein Marketingpaket initiiert, das ein Schlaglicht auf die herausragenden Berufsaussichten des Verfahrensmechanikers wirft.

Fensterrecycling im Spannungsfeld von REACh und Gesetzgebung

Die Kunststofffensterbranche konnte durch Rewindo nachhaltige Verbesserungen der Infrastruktur mithilfe weiterer Partner für das Recycling und in der Logistik, beispielsweise Deceuninck NV, der Reststofftechnik GmbH und dem Logistiker Biotrans GmbH, umsetzen. Zusätzlich wurden auch regionale Annahmestellen – vor allem für Kleinstmengen – als Ergänzung des bundesweiten Abholsystems eingeführt. Außerdem wurden die recycelten Mengen von Post-Consumer-Abfällen erneut gesteigert und wie in den Vorjahren durch unabhängige Dritte überprüft. (Input 32.430 t; Output reines PVC nach Aufbereitung 22.330 t). „Wir freuen uns, die Ausweitung der Fenster-Recyclingaktivitäten, beispielsweise der „Clearinghaus“-Idee nach Vorbild Rewindo, auf europäischer Ebene in enger Abstimmung mit EPPA und VinylPlus vorangetrieben zu haben“, berichtete Rewindo Geschäftsführer Michael Vetter. Gleichzeitig wies er auf das Recycling-Dilemma hin: „Die Politik fordert höhere Recyclingquoten, aber gleichzeitig Recyclingprodukte ohne Blei und Cadmium, obwohl diese aus Altfenstern stammenden Additive in der Matrix eines Recyclingprofils im Kern fest eingebunden sind und damit kein Problem darstellen.“

EPPA: VinylPlus-Label und Eco-Design – wo stehen wir heute?

„Die European PVC Window Profiles and Related Building Products Association (EPPA ivzw) hat sich vor gut zwei Jahren als eigenständiger Industrieverband der europäischen Systemhäuser verselbstständigt und vertritt die Belange der Branche in den für sie wichtigen Ausschüssen der Europäischen Kommission. So hat EPPA beispielsweise an der Aktualisierung der Kriterien für die grüne Beschaffung von Fenstern und Türen (GPP) mitgearbeitet und ist jetzt im Rahmen des Arbeitsplans 2012-2014 der Eco-design Directive am Beratungsprozess beteiligt. Weitere Höhepunkte sind die Erstellung der Umweltproduktdeklarationen (EPDs) für zweifach und dreifach verglaste Kunststofffenster durch das Institut Bauen und Umwelt IBU sowie die Mitgliedschaft in der ECO Plattform. Hierdurch soll eine europäische Nutzung der Branchen-EPDs erzielt werden. Als besonders wichtig ist aber das Engagement für das Thema „REACh und Recycling“ einzustufen. Es gilt, den Weg freizumachen, die Recyclingquoten von Altfenstern in Europa zu steigern, und regulatorische Hürden zu überwinden“, erklärte Gerald Feigenbutz, Geschäftsführer von EPPA.

SKZ – Innovation und Gütesicherung für nachhaltige Kunststofffensterprodukte

Das SKZ steht seit über 50 Jahren als größtes Kunststoffinstitut Deutschlands für Qualitätssicherung und Innovationen in Sachen Kunststoff und technischer Entwicklung: Das Forschungsprojekt Infrarotschweißen von Kunststofffensterprofilen steht nun kurz vor dem Abschluss und vereint viele positive Aspekte. Neben kürzeren Schweißzeiten als beim Standard Heizelementstumpfschweißen und einem geringeren Energieverbrauch pro Schweißung ist auch kontaktloses Erwärmen möglich. „Das neue Verfahren kommt ab sofort ohne Antihaftbeschichtung aus. Außerdem können wir mechanischen Verschleiß und Verunreinigung durch Materialrückstände ausschließen“, berichtete Dr.-Ing. Gerald Aengenheyster, Geschäftsführer Produktqualität des SKZ. Zusätzlich ist das SKZ das erste Institut, das die Tauglichkeit dieses Verfahrens für die Kunststofffensterbranche weltweit erforscht. Ein weiterer Erfolg des SKZ ist die für den Qualitätsverband Kunststofferzeugnisse e.V. (QKE) erstellte Umweltproduktdeklaration (EPD) für Kunststofffenster aus PVC-U. Sie wurde nun vom Institut Bauen und Umwelt e.V., einem unabhängigen dritten Institut, verifiziert. „Als Partner der Branche für Qualitätssicherung und Innovationen u.a. mit dem Schwerpunkt Kunststofffensterprofilsysteme haben wir zusätzlich eine Gütesicherung für Kunststofffenster nach der neuen RAL-GZ 716 erfolgreich gestartet und mit neuen Anforderungen an hochwertige Oberflächen ausgestattet“, führte Aengenheyster weiter aus. Die Übertragungsaudits zur Verifizierung bereits bekannter Systeme, wie Folien und Klebstoffe, wurden vom SKZ in den letzten Monaten durchgeführt. Weitere Ergebnisse werden auf der Fachtagung „Das Kunststoff-Fenster: Rohstoffe – Verarbeitung – Systemtechnik“ des Prowindo Branchenforums vom 24. bis 25. September 2014 in Würzburg präsentiert.

Qualitätssicherung als Erfolgsgarant – Übergabe der ersten RAL Gütezeichen nach RAL-GZ 716

„Mit der Vergabe der Gütezeichen kommt ein umfangreiches Projekt zum Ende. Die Erweiterung der gütebestimmenden Merkmale vom Profil zum System war ein großer Schritt und erforderte zahlreiche Abstimmungsprozesse weit über die Grenzen der Gütegemeinschaft hinaus. Als Ergebnis haben wir heute eine umfassende Gütesicherung, welche die Wertschöpfungskette bis hin zum Kunststofffenster erfasst und somit eine Eintrittskarte ins Gütezeichen Fenster und Haustüren darstellt“, erklärte Gerald Feigenbutz, Geschäftsführer Gütegemeinschaft Kunststoff-Fensterprofilsysteme e.V. Diesen Mehrwert, der sich aus der Verbreitung der Gütezeichen ergibt, sollte die Branche entschieden nutzen. Mit der Verleihung auf der Messe fensterbau/frontale ist somit der erste und wichtigste Schritt getan.

Energiewende effizient gestalten: Prowindo fordert Freigabe von Fördermitteln und Steuererleichterungen für energetische Gebäudesanierung

Nur wenige Tage nach der Bundestagswahl kommt das Thema „energetische Gebäudesanierung“ beim Branchenforum Prowindo in Berlin bereits erneut auf den Tisch.

Bauexperten und Repräsentanten der Kommunen üben deutliche Kritik an der bisherigen Umsetzung der Energiewende. Weitere Reformen seien dringend notwendig, um die Vorgaben der EU-Gebäuderichtlinie zu erreichen, wonach bis 2030 etwa 50 Prozent der Gebäude Passivhauscharakter besitzen sollen: „Viel zu wenig rückt bisher die Verbesserung der Energieeffizienz in den Mittelpunkt. Die beste Energie ist diejenige, die eingespart und gar nicht erst produziert wird“, erklärte Dr. Gerd Landsberg, Geschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes e.V., anlässlich des Prowindo Branchenforums in Berlin. Er trat dafür ein, die Finanzierung der energetischen Maßnahmen nicht nur durch Steuererleichterungen zu unterstützen, sondern auch die bisher bereit gestellten KfW-Mittel in Höhe von 1,5 Mrd. EUR auf 5 Mrd. EUR aufzustocken.

Die Prowindo-Allianz, bestehend aus sechs einzelnen Verbänden und Einrichtungen, die auf unterschiedliche Weise mit dem Kunststofffenster befasst sind, hatte die eineinhalbtägige Veranstaltung unter das Motto „Rahmen schaffen für Klimaschutz und Energiewende“ gestellt. Die Branche appelliert seit Jahren an die Politik, endlich mit der Umsetzung der Vorgaben von EU-Gebäuderichtlinie und EnEV zu beginnen. Jetzt ging Prowindo gemeinsam mit den Kunststoff-Fensterprofilher-stellern in die Offensive: „Beseitigung des Investitionsstaus, sofortige Freigabe der Fördermittel, Steuererleichterungen durch 10-jährige Abschreibungen auf Sanierungskosten und eine Reduzierung der in letzter Zeit immens gestiegenen Grunderwerbssteuer“, lautet ihre Forderung.

Unterstützung fand Prowindo beim Berliner Branchenforum durch Experten aus unterschiedlichen Bereichen. Namhafte Referenten aus Industrie, Wohnungswirtschaft und Architektur sowie Energieexperten beleuchteten unter der Moderation von Heinz Klaus Mertes, früherer Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens, das auch nach ihrer Ansicht von der Politik stiefmütterlich behandelte Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Für die Stadt Berlin entrichtete Hans-Georg Kauert, Abteilungsleiter Wirtschaft der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, das Grußwort. „Die Energiewende birgt für die Industrie viele Chancen, die es zu nutzen gilt. Berlin will und wird dabei eine zentrale Rolle einnehmen, zumal viele der benötigten Ideen und Technologien hier entstehen“, erklärte Kauert.

Dass die ganzheitliche energetische Gebäudesanierung ein wichtiger Schlüssel zur erfolgreichen und flächendeckenden Umsetzung der Energiewende ist, machte Dr. Matthias Hensel, Vorsitzender der BDI-Initiative „Energieeffiziente Gebäude“ und Geschäftsführer der LUWOGE, Ludwigshafen, in seinem Referat deutlich. Er griff damit zugleich die Kritik der Veranstalter an der Ungleichbehandlung einzelner Marktsektoren durch den Gesetzgeber auf. So werden z. B. Solarenergie, Windkraft, Biomasseanlagen oder Elektromobilität erheblich stärker gefördert als die energetische Gebäudesanierung. Prowindo fordert ebenfalls seit längerer Zeit, alle Teile des Gebäudes gleichmäßig in den Blick zu nehmen, also bei der Sanierung einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen.

Dr. Hans-Joachim Haß, Abteilungsleiter Wirtschafts- und Industriepolitik im BDI-Bundesverband der Deutschen Industrie, stellte in seinem Vortrag die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa dar. Auf die zurückliegende Bundestagswahl spielte das Vortragsthema von Axel Gedaschko, Senator a. D., Präsident des GDW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V., an: „Wir hatten die Wahl – Wohnungspolitik quo vadis?“ Der GdW-Präsident: „Ein zentrales Thema ist die Umsetzung der Energiewende im Gebäudebereich. Wir können hier nur vorankommen, wenn die Unternehmen unter der Maßgabe der Wirtschaftlichkeit handeln können. Die Umsetzung von Energiesparmaßnahmen muss sich für Eigentümer und Mieter lohnen.“

Mit den Chancen des in Europa marktführenden Kunststofffensters im Rahmen der für den Neubau und Altbau geltenden Regeln der EnEV und der EU-Gebäuderichtlinie befasste sich anschließend Architekt Dipl.-Ing. Stefan Horschler, Hannover. Christian Noll, Geschäftsführer der deneff Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz, referierte über die Energiewende im Gebäudesektor bis 2050.

Die Branche sei für die anstehenden Herausforderungen bestens gerüstet, hieß es abschließend von Seiten der Kunststoff-Fensterprofilhersteller. Man verfüge über ausreichende Produktions- und Recyclingkapazitäten, vor allem aber mit dem modernen PVC-Energiesparfenster über ein technologisch hochwertiges Produkt, ohne das die hoch gesteckten Energiesparziele nicht erreichbar wären.

Die Prowindo-Allianz wurde 2009 von fünf Initiatoren ins Leben gerufen: Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V. (AGPU), Bonn; European PVC Window Profile and Related Building Products Association (EPPA), Brüssel; pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff e.V., Frankfurt am Main; Qualitätsverband Kunststofferzeugnisse (QKE), Bonn, sowie Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH, Bonn. Mit dem SKZ – das Kunststoff-Zentrum, Würzburg, hat die Brancheninitiative 2011 einen starken und traditionsreichen Partner hinzugewonnen.