MDR-Doku über die Geschichte des PVC-Werks Buna

Sie war eine Baustelle der Superlative und die größte Investition, die der DDR-Außenhandel jemals vergeben hatte. Im Buna-Komplex nahe Schkopau entstand von 1976 bis 1980 dem Bericht zufolge das größte und modernste PVC-Werk Europas. 1,3 Milliarden D-Mark betrug der Kredit, den die DDR dafür vom Westen bekam. Schlüsselfertig gebaut von der Firma Uhde aus Dortmund, einer Tochter der Hoechst AG. Der Deal: die Westdeutschen bauen die Anlage – die DDR zahlt ihre Schulden in Form von PVC-Lieferungen ab.

Zu Wort kommen die Macher von damals, wie der Bauingenieur Theo Wacker, für den die PVC-Anlage das „Projekt seines Lebens“ war. Die halbstündige MDR-Dokumentation wurde in der vergangenen Woche erstmals ausgestrahlt und ist derzeit in der Mediathek des Senders abrufbar.

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100 alte PVC-Fenster recycelt und wiederverwertet

Das werkstoffliche Recycling von Kunststoffaltfenstern macht in Deutschland immer mehr Schule. Das belegt auch ein aktuelles Rewindo-Projekt in Bayern. Ein zweistöckiges Bürogebäude im Industriepark Gendorf nahe Altötting wurde energetisch saniert. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten wurden auch 100 Altfenster gegen moderne Kunststofffenstersysteme von Schüco ausgetauscht.

Die ausgedienten Fenster wurden wie auch bei vielen anderen Rewindo-Recyclingprojekten in einem Spezialcontainer gesammelt und in diesem Fall in die Recyclinganlage der VEKA Umwelttechnik GmbH nach Hörselberg-Hainich transportiert.Im werkstofflichen Verfahren werden hier die Materialien in unterschiedlichen Schritten komplett voneinander getrennt, bis am Ende wieder nahezu reines PVC-Granulat übrig bleibt – ein wertvoller Rohstoff, aus dem die Hersteller dann wieder neue Fensterprofile mit einem Kern aus Recyclingmaterial fertigen.

Studie zu Auswirkungen erhöhter Verwertungsquoten: Recyclingausbeute von PVC besonders hoch

Signifikante Auswirkungen auf Umwelt und Arbeitsmarkt bei relativ geringen Kosten, könnten die Folge der von der EU-Kommission vorgeschlagenen höheren Recyclingquoten für Kunststoffe sein. Das jedenfalls sagt eine von Plastic Recyclers Europe beauftrage Studie zu den Auswirkungen erhöhter Recyclingquoten voraus.

Bis 2025 könnten 13 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen eingespart und darüber hinaus 80.000 neue Jobs geschaffen werden, sofern man die von der EU-Kommission angestrebte Recyclingquote von 60 Prozent erreiche. Dass PVC dabei eine große Rolle zukommen könnte, zeigen einige Zahlen. So lag gemäß der Studie 2012 die Recyclingausbeute von PVC bezogen auf die Stoffströme innerhalb der EU 28 mit 82 Prozent deutlich vor den anderen Kunststoffen. Hier erwarten die Autoren ein weiteres Wachstum. Zudem seien die durchschnittlichen Recyclingkosten von PVC zusammen mit PET mit 400,00 Euro pro Tonne die niedrigsten.

Save the date: PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeiter am 22. September in Stuttgart

Nach dem erfolgreichen ersten regionalen Treffen der Veranstaltungsreihe „PVC-Recycler treffen PVC-Verarbeiter“ Ende Juni in Troisdorf setzen wir nach der Sommerpause am 22.September die Reihe bei der IHK in Stuttgart fort. Für die Veranstaltung liegen bereits erste Anmeldungen vor. Sichern Sie sich jetzt die Möglichkeit Ihr Angebot oder Ihren Bedarf beim „Speed Dating“, sowie in Einzelgesprächen vorzustellen und Ihr Netzwerk zu erweitern.

Weitere Details erhalten Sie in der AGPU-Geschäftsstelle. Gerne nehmen wir Ihre Anmeldung entgegen. Sollten Sie Kollegen und/oder Geschäftspartner kennen, für die diese Veranstaltungsreihe ebenfalls von Interesse ist, dürfen Sie die Einladung nebst Kontaktdaten gerne weiterleiten. Das dritte und letzte regionale Treffen in diesem Jahr findet schließlich am 12. November bei VEKA UT in Hörselberg-Hainich statt.