Neue Umfrage: Kunststoff bei Fenstermodernisierung auf Platz 1

Wenn es um den Austausch von Fenstern im Rahmen einer Modernisierung geht, setzten die Haushalte vor allem auf Kunststoff als Rahmenmaterial. Dies ist eines der Ergebnisse einer kürzlich vorgestellten Umfrage, für die 12.783 Haushalte bundesweit von einem Marktforschungsinstitut über Modernisierungsaktivitäten und Ausgaben in 2011 befragt wurden. Demnach entschieden sich 75% der Befragten bei der Fenstermodernisierung für Kunststoff (Holzfenster 12%, Alufenster 2%).

Weitere Umfrageergebnisse finden Sie in der aktuellen Ausgabe der BAUELEMENTE-BAU (Seite 11) sowie im Mitgliederbereich des PVC-WIKI. Die gesamte Studie ist kostenpflichtig und kann bei Heinze Marktforschung erworben werden.

Volles Rohr

Der öffentliche Wasserversorger Aguas de Córdoba managt den Wasserkreislauf in 50 Städten und 65 Dörfern in der Provinz Córdoba. Anfang der 1990er Jahre hatte die Region mit ungewöhnlich hohen Wasserverlusten im Leitungsnetz zu kämpfen. Erst seitdem vermehrt Kunststoffrohre wie aus Hart-PVC zum Einsatz kommen bleibt mehr Wasser in den Leitungen.

Das Hauptleitungssystem der Wasserversorgung in den Ortschaften der Region Córdoba erstreckt sich über eine Länge von etwa 1.300 Kilometern, die Abwasserleitungen über 1.000 Kilometer. Im Jahr 1992 bestanden die vor allem in den 1970er Jahren verlegten Rohrsysteme zu etwa 90 Prozent aus Faserzement und nur zu 10 Prozent aus leichtem Kunststoff wie zum Beispiel PVC oder anderen Materialien. In dieser Zeit lagen die Verluste des Frischwassers auf ihrem Weg durch das Leitungsnetz bei 65 Prozent: eine unbefriedigende Situation für das Wasserunternehmen, das seinen Kunden letztendlich nur 35 Prozent der tatsächlich gelieferten Wassermenge in Rechnung stellen konnte.

Fehlende Professionalität

Die Gründe für die hohen Wasserverluste waren vielfältig. Zum einen spielte die schlechte Qualität der installierten Materialien eine Rolle, zum anderen der Verzicht auf Wartungsarbeiten. Außerdem fehlten einheitliche Standards und qualifizierte Fachkräfte. So entstanden durch mangelhafte Verlegung der Rohre große Nachfolgeschäden.

Verluste drastisch reduziert

Der Wasserversorger nahm diese ernüchternde Bilanz zum Anlass, einen Teil der maroden Leitungen durch moderne Kunststoffrohre mit glatten Innenflächen zu ersetzen. Dazu gehörten auch hochwertige leichte PVC-Rohre, die sich durch ihre Stabilität und ihre bis zu 100-jährige Lebensdauer auszeichnen. Im Jahr 2010 lag der Anteil der Rohre aus Faserzement nur noch bei 60 Prozent und der aus Kunststoff bei 40 Prozent. Zusätzlich begann AseTUB, die spanische Vereinigung der wichtigsten Hersteller von Kunststoffrohren und Fittings, seit 2006 mit der Organisation von Schulungen in Córdoba zur richtigen Installation von Kunststoffrohren. Beide Maßnahmen ermöglichten eine Reduzierung des Wasserverlustes von 65 auf nur 15 Prozent, so dass Aguas de Córdoba seitdem 85 Prozent des gelieferten Frischwassers abrechnen kann.

Ergebnisse deutlich verbessert

Die Trainings zur fachgerechten Installation von Kunststoffrohren für die Wasserver- und -entsorgung bietet AseTUB auf Initiative der Rohrhersteller bereits seit 2004 an. Denn was nutzt ein qualitativ hochwertiges Rohr, wenn es falsch verlegt wird? Meistens finden die Kurse für maximal 12 Personen in einem der sieben spanischen Trainingszentren statt. In 36 Stunden vermitteln die von AseTUB geschulten Kursleiter umfangreiche Kenntnisse, angefangen beim Empfang des Materials über die fachgerechte Verlegung der Kunststoffrohre und die korrekte Ausführung verschiedener Anschlusstechniken bis zum Testen und zur Inbetriebnahme der Leitungen. Ein 250 Seiten starkes Installationshandbuch von AseTUB bietet darüber hinaus wichtige Hilfestellungen.

Bis heute hat die spanische Organisation mehr als 130 Kurse für über 1.300 Installateure durchgeführt. Die Teilnehmer erhalten nach bestandener theoretischer und praktischer Prüfung einen offiziellen Ausweis, der sich zu einer gefragten Qualifikation bei Auftraggebern aus der Wasserwirtschaft entwickelt hat. Mit Recht, wie der Erfolg aus Córdoba eindrucksvoll beweist.

AGPU: Wechsel im Vorstand – Joachim Tremmel (BASF SE) bei Mitgliederversammlung gewählt.

Das Jahr 2013 ist ein ganz besonderes für den Werkstoff PVC. Vor 100 Jahren wurde das PVC-Patent erteilt und damit die Basis für eine einzigartige Erfolgsgeschichte gelegt. Sie ist geprägt vom Einsatz des modernen Kunststoffes in einer kontinuierlich wachsenden Anzahl von Anwendungen, aber auch von der innovativen und nachhaltigen Entwicklung der Produkte und der Industrie. „Besonders ist das Jahr 2013 aber auch deshalb, weil sich die AGPU mit ihren Mitgliedsunternehmen aus der PVC-Branche seit 25 Jahren für den Werkstoff PVC engagiert: mit immer neuen Ideen und einer professionellen Kommunikation, die sich kontinuierlich wandelt“, so Dr. Axel Bruder, Vorstandsvorsitzender der AGPU und Mitglied des Vorstandes der RENOLIT SE in Worms, auf der diesjährigen Mitgliederversammlung in Bonn. „Auf Basis der dabei gemachten Erfahrungen wollen wir die zukünftige Arbeit von AGPU und deren Service-Dienstleister PVCplus weiter justieren, um gut aufgestellt zu sein für die Herausforderungen der nächsten Jahre“, so Bruder weiter.

Neben Formalia wie Verabschiedung des Haushaltes und Beschluss der AGPUBeitragsordnung für das Jahr 2014 stand auch ein Wechsel im Vorstand auf der Agenda. Dr. Norbert Scholz, der seit 1998 für die Weichmacher-Hersteller und Evonik Industries AG im Vorstand saß, geht im Spätsommer in den Ruhestand und erklärte deshalb seinen Rücktritt. Zu seinem Nachfolger in diesem Gremium wählten die Mitglieder Joachim Tremmel, Head of Association Affairs, Industrial Petrochemicals Europe bei der BASF SE in Ludwigshafen.

100 Jahre PVC-Patent: Ein moderner Werkstoff mit Geschichte

Das Jahr 2013 ist ein ganz besonderes für den Werkstoff PVC. Vor 100 Jahren, am 4. Juli 1913, erhielt der deutsche Chemiker Fritz Klatte aus Frankfurt-Griesheim das Patent für eine Erfindung, die unser aller Leben in mannigfacher Beziehung geändert und damit die Basis für eine einzigartige Erfolgsgeschichte gelegt hat. Fritz Klatte erfand den Herstellungsprozess für einen der bedeutendsten Kunststoffe der Welt, das PVC.

Heute ist PVC ein moderner, innovativer Werkstoff, der aufgrund seiner Vorteile vielfältig verwendet und stetig weiterentwickelt wird: für Energiesparfenster, die man nicht streichen muss, Wasserrohre, die starken Verkehrsbelastungen standhalten und sich wegen ihrer glatten Oberfläche nicht zusetzen, hygienische Bodenbeläge, biegsame Kabel bis hin zu Blutbeuteln, Tablettenverpackungen und weichen Schläuchen in medizinischen Anwendungen. Als Ergebnis der Verbesserungen kann die Industrie heute bei der nachhaltigen Entwicklung in Deutschland und Europa-weit messbare Fortschritte vorweisen.

Besonders ist das Jahr 2013 auch, weil sich die AGPU mit ihren Mitgliedsunternehmen aus der PVC-Branche seit 25 Jahren für den Werkstoff PVC engagiert, dessen nachhaltige Entwicklung fördert und einen intensiven Dialog mit Entscheidern aus Politik, Wirtschaft, Handel und NGOs führt. Mit Erfolg, wie Meinungsumfragen unter Entscheidern bei zum Beispiel Bauunternehmen und Architekten zeigen. Waren es 1990 nur etwa 20 Prozent, die PVC als Werkstoff mit Zukunft sahen, waren 2012 bereits 52 Prozent dieser Meinung.

„Diesen Meinungswandel hat die AGPU zusammen mit der PVC-Branche durch Investitionen in Sammel- und Verwertungssysteme und innovative Rezepturen herbeigeführt, um so dem schlechten Ruf der 80er Jahre zu begegnen. Die zurück gewonnene Akzeptanz hat sowohl zu einer Renaissance von bekannten Produkten wie Bodenbelägen geführt als auch zu zukunftsweisenden Produkten wie Passivhaus-Kunststofffenster und Rotorblättern von Windkraftanlagen“, so AGPU-Geschäftsführer Werner Preusker.